Sie sind hier : Land der Gaume Alleine... Magische Orte - Überraschung Cité renaissance de Marville

Renaissancestadt Marville

  • img_0
  • img_1
  • img_2
  • img_3
  • img_4

Marville machte sich im Mittelalter einen Namen. Graf Theobald I. von Bar gewährte ihr durch das Bömerrecht (Loi de Beaumont) im  13. Jahrhundert einen Freibrief und ließ Befestigungsanlagen errichten. Seine Vermählung mit Ermesinde von Luxemburg sollte entscheidend sein. Ab 1270 wurden die Gebiete von Marville und Arrancy „gemeinsame Ländereien“ (Terres Communes) der Herzogtümer Luxemburg und Bar. Es handelte sich um ein neutrales Freigebiet, das reiche Herren und Geistliche anzog. Durch die Erbfolgen gingen die „gemeinsamen Ländereien“ von Marville 1415 an die Herzöge von Lothringen und Burgund, von denen René d’Anjou und Karl V. am berühmtesten sind. Die Einwohner von Marville behielten daher über 400 Jahre lang ihre Rechte und Vergünstigungen bei. Im 16. Jahrhundert erlebte die Stadt einen besonderen Wohlstand und die Herren und reichen Kaufleute ließen schöne Herrenhäuser im Renaissancestil bauen. Eine Verschlechterung trat für Marville ab 1659 ein, als die Stadt durch den Vertrag von Vincennes und den Pyrenäenfrieden an das Königreich Frankreich angegliedert wurde. Wenn Sie durch die Straßen und Gassen von Marville mit ihren schönen Patrizierhäusern gehen, erhalten Sie einen Einblick in das Leben der Adligen, der Handwerker und Kaufleute des 16. Jahrhunderts, die den Wohlstand der Stadt begründeten. Unbedingt ansehen sollten Sie sich die folgenden Gebäude: Maison des Drapiers aus dem Jahr 1524, Hôtel d’Egremont, Maison du Chevalier Michel mit zweigeschossiger Loggia sowie Maison des Négociants. In der Kirche Saint-Nicolas, die auf das 13. Jahrhundert zurückgeht und bis ins 19. Jahrhundert ausgebaut wurde, können Sie das Maßwerk, zwei Glasmalereien von Jacques Grüber und die iberische Orgel bewundern. Ein weiterer Zeuge der reichen Vergangenheit der Stadt ist 2 km vom Ort der Friedhof Saint-Hilaire mit einem einzigartigen Beinhaus und einer romanischen Kirche aus dem 12. Jahrhundert.

Nicht weit von dort können Sie die Freizeitanlage im Othain-Tal nutzen, um sich zu entspannen: Baden (Hallenbad, Wasserfläche), Reitsportzentrum, Spazierwege usw.